Gerhard Illi

Die Instrumente seines Schlagzeugs

 

La caja y sus partes

Die Snare Drum: Die kleine Trommel entwickelte sich aus der Landsknechttrommel. 1837 ersetzen Schrauben die Schnüre, die bisher zum Spannen der Felle gebraucht wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wird ein stählerner Reifen anstelle des hölzernen gebraucht, was eine höhere Stimmung ermöglicht. In derselben Zeit (1898) gebraucht man zum ersten Male den frei einstellbaren Trommelständer, so dass der Musiker sich setzen konnte. 1914 erfindet Robert Danly den Saitenmechanismus, durch den nun ein problemloses spannen oder entfernen der Stahlfedern, welche inzwischen die Darmsaiten ersetzt hatten, möglich wurde. Schlussendlich 1957 beginnt die Fabrikation von Plastikfellen. Der Durchmesser beträgt normalerweise 14 Zoll.

 

 

El bombo con su pedal

Bass Drum (Pauke oder grosse Trommel): Sie stammt aus der Türkei und kam in der Mitte des 18. Jahrhunderts zusammen mit der Janitscharenmusik nach Europa. Im 19. Jahrhunderts wird sie zum festen Bestandteil der Militärmusik. William F. Ludwig entwickelt 1909 ein Fusspedal für die Pauke wo durch nun ein einzelner Musiker gleichzeitig die kleine Trommel und die Pauke spielen konnte: Die Geburtsstunde des Schlagzeugs!

 

El Hi-Hat

Hi-Hat (Charlston): Vom Fusspedal für die Pauke ausgehend suchte man auch nach einem Weg, die beiden Becken oder Cinellen der Militärmusik mit den Füssen zu bedienen. Am Anfang befanden sich die Becken nahe dem Boden, erst Barney Walberg bringt sie auf die heute übliche Höhe, daher der Name Hi-Hat im Gegensatz zum Low-Hat oder Charlestonmaschine.

 

El platillo

Cymbal (Becken): Sie kamen zusammen mit der Grossen Trommel in der Mitte des 18.Jahrhunderts nach Europa. Normalerweise wurden sie als Paar gebraucht (Siehe Hi-hat). 1929 begann Avedis Ziljian mit der Fabrikation von Becken in den USA. Heutzutage braucht man verschiedenen Typen wie Ride (zur Begleitung), Clash (für Akzente), Splash (sehr kurzer Akzent), China (sehr metallischer Klang für Akzente), Sizzle (mit Nieten um den Ton zu verlängern. Es gibt ausserdem eine ganze Reihe von Becken für Spezial Effekte.

 

 

El timbal

Tom Tom: Die ersten Toms wurden in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts dem Schlagzeug hinzugefügt. Sie hatten keinen Reifen um die Felle zu spannen, dies wurde mittels Nägel erreicht. Die besten kamen aus China und wurden mittels Wärme und Feuchtigkeit (Wasser oder Whiskhey, je nach Schlagzeuger) gestimmt. Erst später nach 1930 wendete man den gleichen Schraubenmechanismus wie bei der kleinen Trommel an.

 

Mani Tom

Mani Tom: Es handelt sich dabei um ein völlig normales Tom, bei dem aber ein Plastikschlauch ins Schallloch geführt wurde. Bläst man nun Luft durch den Schlauch ins Tom, so ändert sich die Fellspannung und dadurch auch Stimmung. Wurde in den 60er Jahren von Mani Neumeier erfunden.

 

Roto-Toms

Roto-Tom: Auf Grund der Unmöglichkeit schnell die Stimmung der Toms zu ändern erfand Al Paysan des Chicago Symphony Orchestra 1968 die Roto-Toms, die in der Folge von Remo perfektioniert wurden. Durch einfaches Drehen wird die Spannung des Felles verändert. Ausserdem haben sie keinen Klangkörper, was aber seinerseits die Verstärkung mittels Mikrophon erleichtet.

 

Kompang

Kompang: Dieses Instrument gehört der Klasse der Rahmentrommeln, die nur einseitig mit einem Fell bespannt sind, an und ist typisch in der Musik Malaysiens. Das Fell ist am Rahmen festgenagelt. Man stimmt es mittels Feuchtigkeit und Wärme. Gespielt wird es mit den Händen oder mit Stöcken.

 

Darbuka

Darbuka: Trommel mit nur einem Fell bespannt deren Herkunft die arabischen Länder und die Türkei sind. Wird üblicherweise mit den Händen gespielt obwohl es auch Drum-Sets gibt, die ganz aus Darbukas verschiedener Grösse bestehen. Der Klang am Rand ist hoch und scharf während die Mitte tief und warm tönt.

 

Pailas

Pailas oder Timbalitos: Man nennt sie auch Rumba Trommeln. Man nimmt immer zwei, eine hoch gestimmt (macho = männlich) und die andere tief (hembra = weiblich). Der Körper ist aus Metall und sie haben nur ein Fell. Man spielt sie mit den Stöcken und meist mit Glocken zusammen. Es gibt sie in verschieden Grössen und man findet sie in praktischen allen lateinamerikanischen Musikstilen.

 

Cencerro

Cow Bell (Glocke): Sie wird in der ganzen Welt als Lärminstrument gebraucht. Der Gebrauch als Musikinstrument geht auf Latein-Amerika zurück. Zuerst durch die afrocubanische Musik und nachher durch die Salsa eroberte sie ihren Platz in der Perkusion. Es gibt unzählige Formen und Grössen.

 

Agogo

Agogo Glocken: Afrikanischer Herkunft sind sie heute ein fester Bestandteil der Musik Brasiliens. Es gibt sie zu zweit, zu dritt und sogar zu fünft. Die fünf sind pentatonisch gestimmt.

 

Distintos bloques

Wood Blocks, Jam Blocks and Granite Blocks: (Holz- und Plastikblöcke): Holzblöcke werden weltweit als Rhythmusinstrumente verwendet. Man denke nur an die Mùyú und Tempelblöcke der Chinesen, Die Jam und Granite Blocks in der Salsa, die afrikanischen Log Drums oder die kleinen Holzblöcke der spanischen Prozessionsmusiken.

 

Log Drums

Log Drums: Afrikanisches Holz Instrument. Holzzungen verschiedener Länge vibrieren Luft in einem Resonanzkasten. Es hat 8 solcher Zungen, welche pentatonisch gestimmt sind.

 

Steel Drum

Steel Drum: Auf Trinidad verboten die englischen Kolonial Herren der schwarzen Bevölkerung den Besitz und Gebrauch von Trommeln mit denen sie ihre afrikanische Musik hätten machen können, da dies Teufelszeug sei und gegen den christlichen Glauben verstosse. Als Ausweg fingen die Abkömmlinge der ehemaligen Sklaven an, Ölfässer in der Mitte zu durchschneiden und sie als Trommelersatz zu gebrauchen. Auf Grund des “Destroyers for Bases Agreement” (Flottenbasen für Zerstörer) zwischen den USA und dem United Kingdom im 2. Weltkrieg wurde auf Trinidad eine Flottenbasis der Amerikaner eingerichtet, was als Nebeneffekt zu vielen Fässern führte. Die ersten Gruppen waren rein rhythmischer Natur, aber mit der Zeit lernten sie, die Fässer richtig zu stimmen und ganze Orchester zu formen, die Calipso- oder Steelbands. Heute gibt es 13 verschieden Klassen vom Sopranino bis zum Twelve Bass.

 

Chimes

Chimes: Wurde ursprünglich als Amulett im Hauseingang oder als Vogelscheuche verwendet. Wird heute entweder aus Metall, Holz oder Bambus hergestellt. Gebraucht als Effekt Instrument, vor allem in zeitgenössischer und New Age Musik.

 

Kokiriko

Kokiriko oder Binsasara: Holzplättchen sind mittels eines LederStreifens verbunden was einen trockenen Klang ergibt der vor allem in der zeitgenössischen Musik Verwendung findet.

 

Helix Bowl

Helix Bowl: Eine neue Erfindung die als Berimbao – Ersatz verwendet werden kann. Mit einem Metallstab wird die Feder berührt und den Klang ändert man in dem man die Basis gegen den Bauch drückt oder sie davon entfernt, was einen Wha – Wha Effekt ergibt. Ebenso kann es auf ein Fell des Schlagzeugs stellen.

 

Flexaton

Flexaton: Eine Weiterentwicklung der singenden Säge der 20er Jahre. Eine flexible Blechlamelle wird durch zwei Holzkugeln angeschlagen in dem man das Instrument hin und her bewegt. Auf diese Weise erzeugt man Wirbel, Glisandi, einfache Schläge mit und ohne Vibrato, ja sogar kann man Melodien spielen.

 

Cabasa Pedal

Cabasa Pedal: Es handelt sich dabei um eine Cabasa, welche mittels eines Fusspedals bedient wird.

 

 

Bonang

Bonang: Diese Instrumente sind ein integraler Bestandteil des balinesischen Gamelanorchesters. Es gibt sie in verschiedenen Grössen und Stimmungen und sie werden sowohl als Melodieinstrument wie auch zur Begleitung gebraucht. In letzterem Falle sind es normalerweise 4 pro Musiker. Jedes Orchester hat die ihm eigene Stimmung.

 

Sampler

Sampler Pad: Es handelt sich hierbei um ein elektronisches Instrument mit dem man Klänge oder Tonfolgen aufnehmen und sie dann später durch Schlagen der Pads wiedergeben kann. Auch gibt es die Möglichkeit, die Klänge mittels eines eingebauten Synthesizers zu verändern. Des Weiteren kann man ganze Sequenzen aufzeichnen. Der erste Sampler erblickte 1976 das Licht der Welt und nur drei Jahre später kam der erste polyfonische auf den Markt.

 

Komplete 7

Komplete 7:Die ultimative Kollektion für die elektronische Musik Kreation. Sie enthält verschiedene virtuelle Synthesizer, sowohl analog als frequenzmoduliert, Kontakt (ein virtueller Sampler), eine Vielzahl virtueller Verstärker und Effekte sowie eine ungeheure Anzahl gesampelter Instrumente.

 

Kore 2

Kore 2: Die ideale Soft- und Hard – Ware Umgebung um die Instrumente des Komplete 7 live zu verwalten.

 

Roland SPD 20

Roland SPD 20: Elektronisches Pad. Kann als Perkussionsset verwendet werden, ebenso als MIDI Kontroller, oder mit Pedalen als vollwertiges elektronisches Schlagzeug.

 

Roland PCR 300

Roland PCR 300: Ein handlicher MIDI Kontroller mit Klaviertastatur.

 

La batería electrónica

E-Drums: Die ersten elektronischen Schlagzeuge wie Syndrum oder Simmons wurden in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt. Ihr Sound war recht eigenartig und sie fanden vor allem in der Discomusik Verwendung oder einfach als reines Perkussionsinstrument. Heutzutage sieht das aber ganz anders aus. Roland brachte seine TD Serie auf den Markt. Die verfügt über eine Art Felle anstelle der Plastikpads wodurch einem beim Spielen ein Gefühl wie bei einem normalen Schlagzeug gegeben wird. Auch der Klang ist Dank fortgeschrittener Samplertechnik kaum mehr vom rein akustischen zu unterscheiden, ausserdem gibt es die Möglichkeit, sich seinen eigene Klang zu produzieren.